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Björn Karmann
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Ein Bild sagt jetzt nur noch 20 Worte.
Das ist richtig. Es gibt eine neue Kamera auf dem Markt, die ein Foto „klickt“, indem sie nur die Standortdaten des Benutzers und die Textaufforderungen verwendet, die sie der mit künstlicher Intelligenz (KI) betriebenen Kamera zuführen. Sobald die Kamera alle benötigten Informationen erfasst hat, verarbeitet sie diese Informationen und gibt ein von der KI generiertes Foto aus. Es hat nicht einmal eine Linse.
Der niederländische Designer Bjørn Karmann stellte letzte Woche in einem Tweet sein leidenschaftliches Kunstprojekt „Paragraphica“ vor. „Der Prototyp ist voll funktionsfähig und verfügt über physische Drehregler, mit denen Sie den Datenbereich und die KI-Bildeinstellungen steuern können, ähnlich wie bei einer analogen Kamera“, sagte er.
Wir stellen vor – Paragraphica! 📡📷Eine Kamera, die anhand von Standortdaten Fotos aufnimmt. Es beschreibt den Ort, an dem Sie sich befinden, und wandelt ihn dann in ein KI-generiertes „Foto“ um. Weitere Informationen finden Sie hier: https://t.co/Oh2BZuhRc. Versuchen Sie, hier ein eigenes Foto zu machen: https://t.co/w9UFjckiF2 pic.twitter.com/23kR2QGzpa
Ähnlich wie eine herkömmliche Kamera verfügt Paragraphica über drei Drehregler zur Steuerung der Daten und KI-Parameter, die das Erscheinungsbild des Fotos beeinflussen. Mit dem ersten Einstellrad kann der Benutzer den Radius (in Metern) einstellen, in dem die Kamera nach Orten und Daten in der Umgebung sucht. Das zweite Einstellrad dient zum Hinzufügen oder Entfernen von Bildrauschen. Mit dem dritten Einstellrad kann der Benutzer entscheiden, wie genau die Kamera seinen Textanweisungen/Aufforderungen folgen soll.
Das Feedback war größtenteils positiv, mit einigen Kommentaren zu Datenschutzbedenken, da die Kamera den Aufenthaltsort der Person kennt, die die Fotos macht. Die Kamera benötigt das Internet, um zu funktionieren, auf Wetterdaten zuzugreifen und GPS zu verwenden, um den Standort des Benutzers zu verfolgen. Das Modell ist das erste seiner Art und nutzt derzeit das Text-zu-Bild-Stabilisierungsmodell von Stability AI. Das Modell generiert Bilder basierend auf Textaufforderungen.
Das resultierende „Foto“ sei nicht nur ein Schnappschuss, sondern eine komplexe und differenzierte Widerspiegelung Ihres Standorts und möglicherweise auch der Art und Weise, wie das KI-Modell diesen Ort „sieht“, sagte Karmann in seinem Blogbeitrag.
Die Fotos sind in der Lage, an den Ort erinnernde Emotionen und Stimmungen einzufangen, sehen jedoch nie wirklich genau so aus wie der Ort, an dem die Kamera gespeist wurde.
Karmann stellt klar, dass er nicht die Absicht hat, das Produkt zu kommerzialisieren oder die Fotografie herauszufordern. Sein Produkt hinterfragt vielmehr die Rolle der KI in einer Zeit kreativer Spannungen.
Björn Karmann
Die Vorderseite der Kamera sieht mit ihren hervorspuckenden roten Tentakeln etwas unheimlich aus. Karmann sagt, er habe sich vom Sternnasenmaulwurf inspirieren lassen, der unter der Erde lebt und jagt und für den Licht nutzlos ist. Das Tier habe sich so entwickelt, dass es die Welt durch seine fingerähnlichen Antennen wahrnehme, was ihm eine ungewöhnliche und intelligente Art des „Sehens“ verschafft, heißt es in dem Blogbeitrag.

